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Wirkung von Thymianöl

Wirkung von Thymianöl

Thymian ist eine stark duftende Gewürzpflanze und wird überwiegend am Mittelmeer angebaut. Er wird zur Blütezeit zwischen Mai und Oktober geerntet. Durch Wasserdampfdestillation entsteht aus den getrockneten Blättern ein reines ätherisches Öl. Es wirkt gleichermaßen gegen Bakterien und Viren. Dafür sorgen die Hauptbestandteile Thymol und Carvacrol. Diese sind dafür verantwortlich, dass Krämpfe und Schleim sich lösen und Schmerzen gelindert werden. Thymianöl ist ein altes Hausmittel, dessen Wirkung noch heute Gültigkeit hat. Wissenschaftler haben dies bewiesen und erprobt.

Wirkung bei Erkrankungen der äußeren Atemwege

Thymianöl wird vornehmlich über die Lunge ausgeschieden, also wirkt es direkt an der Bronchialschleimhaut. Es verschafft Erleichterung bei Erkältungen, grippalen Infekten und Bronchitis. Es hilft, krampfartigen Husten zu lindern und zu lösen. Für ein Dampfbad sollte der erkrankte Mensch sechs bis acht Tropfen Öl in eine Schüssel mit etwa einem Liter heißen Wasser geben. Wenn er sich nun darüber beugt und mit einem großen Tuch abdeckt, kann er das ätherische Thymian Öl tief einzuatmen. Es ist auch möglich, einige Tropfen auf ein Tuch zu träufeln und es sich unter die Nase zu halten. Zur Einnahme können vier bis fünf Tropfen auf einem Teelöffel Zucker oder Honig dienen. Diese Methoden zwei- bis dreimal täglich angewandt, lösen hartnäckigen Schleim und befreien somit die oberen Atemwege. Thymian-Öl kann in Hustensäften, Hustenbonbons- und Pastillen sowie Dragees und Bronchialsalben enthalten sein. Wer wenige Tropfen Thymian Öl mit flüssigem Honig vermischt und in Tee auflöst, kann ein wohltuendes Heißgetränk zu sich nehmen, das wie Hustensaft wirkt.

Vorbeugung und Stärkung des Immunsystems

Wer Thymianöl stark verdünnt einnimmt, mobilisiert spezielle Zellen im Darm und erzielt eine durchblutungsfördernde und verdauungsanregende Wirkung. Ebenso reduziert das Öl ein bestimmtes Enzym (COX-2) und verhindert somit Entzündungen im Körper. Der würzige Geruch des pflanzlichen Heilmittels ist seelisch anregend, bringt Appetit zurück und bereitet Wohlgefühl. Zum Beispiel können gestresste Menschen reines Thymianöl in eine Duftlampe einbringen, das entpannt. Wer drei- bis viermal täglich vier bis fünf Tropfen reines Thymianöl auf Zucker, Sirup oder Honig einnimmt, stärkt seine Abwehrkraft und schützt sich gegen Erschöpfungszustände und Lethargie. Ebenfalls kann das Öl innere Verkrampfungen bei Frigidität, Impotenz und beruflichem Druck lösen. Fußgeruch ist unangenehm. Thymianöl kann da helfen, denn es wirkt antibakteriell. Dies gilt ebenfalls als Vorbeugung gegen Mundgeruch. Mundwasser und Zahnpasten mit Thymianöl haben eine desinfizierende Wirkung.

Althergebrachtes Heil- und Genussmittel

Bei Harnwegsinfektionen und Arthritis schwemmt Thymianöl die Entzündung heraus. Es lindert Menstruationsschmerzen und hilft bei Insektenstichen und Akne. Örtlich begrenzt kann das Öl bei Herpes eingesetzt werden. Dies ist erprobt aber nicht bewiesen. Ebenso die Anwendung bei Pilzinfektionen, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Kreislaufproblemen. Ein Vollbad mit Thymianextrakt- und Öl kann bei Hautirritationen helfen. Im medizinischen Bereich wurden früher Thymianauflagen auf schlecht heilende Wunden und Erkrankungen der Haut gelegt. Thymianöl riecht intensiv und wird daher gern zur Herstellung von Parfüm verwendet. Es ist in Massagepflegeprodukten enthalten, ebenfalls in Bade- und Waschlotionen. Es ist möglich, Pflegesalben zum Einreiben selbst herzustellen: zum Beispiel Kokosöl im Wasserbad erhitzen und einige Tropfen Thymianöl hinzugeben. Das Mittel ist gut verträglich, Gluten- und lactosefrei. Es verträgt Hitze und ist deshalb gut als Speisezusatz geeignet. Wer Pizzen, Hühnchen- und Lammgerichte sowie Marinaden mit dem aromatischen Öl würzt, schmeckt und riecht den Thymian besonders nachdrücklich. Ein eigenes Speiseöl ist mit Thymianöl und einem Thymianzweig sowie Oliven- oder Walnussöl einfach herzustellen. In dunklen Flaschen aufbewahrt ist dieses eigene Erzeugnis viele Wochen haltbar.

Zu beachten

Es ist zu bedenken, dass Thymianöl sich nur in großen Mengen Wasser auflöst. Es darf niemals pur getrunken oder auf die Haut aufgetragen werden. Dies kann Luftnot und Hautreizungen erzeugen. Eine Überdosierung führt zu einer Vergiftungserscheinung. Schweißausbrüche und Übelkeit sind die Folgen. Bei einer richtigen Anwendung, hat das Öl keine Nebenwirkungen. Doch für leberkranke Menschen, Allergiker, Kinder unter vier Jahren und Schwangere ist es empfehlungswert, sich vor dem Gebrauch mit dem Hausarzt abzustimmen. Denn es wird angenommen, dass das ätherische Öl für diese Gruppe nicht geeignet ist. Beim Kauf des pflanzlichen Produktes ist darauf zu achten, dass es sich um reines Thymianöl handelt. Es sollte nicht stark gestreckt sein, und es darf keine synthetischen Stoffe enthalten. So wäre das Öl wirkungslos. Zu erhalten ist das reine Thymianöl in kleinen Flaschen in Apotheken, Reformhäusern oder dem Onlinehandel.

Thymianöl ist ein Naturheilmittel

Es wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Das ätherische Öl ist nicht nur für den Hausgebrauch geeignet, sondern ebenso für medizinische Zwecke. Bei Erkrankungen der oberen Atemwege ist Thymianöl besonders effektiv, weil es die Bronchien befreit. Dies haben Studien belegt. Bei richtiger Anwendung und fachlicher Unterstützung kann es seelische Irritationen und Hautstörungen beheben. Das Mittel zeigt keine Nebenwirkungen und ist leicht verträglich. Ob Instanttee, Nasenspray oder Pflegemasken, ob Fleischgericht oder Soßen – der Geruch und der Geschmack sind überwältigend. Und die Wirkungen ebenso.

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