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Was sind ätherische Öle?

Bei ätherischen Ölen handelt es sich um natürliche Essenzen, die aus bestimmten Pflanzen gewonnen werden. Chemische Zusatzstoffe beinhalten echte ätherische Öle selbstverständlich nicht. Sie wirken und duften besonders intensiv und besitzen enorme Heilkräfte. Sie helfen bei zahlreiche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schlafprobleme und sind auch für unsere Haut ein echter Segen.

So können sie nicht nur fegend wirken, sondern die Haut auch beruhigen, beleben und gegen Entzündungen wirken. Darüber hinaus besitzen viele ätherische Öle eine antioxidative Wirkung und können Falten gut vorbeugen. Bereits bestehende Falten können bei regelmäßiger Anwendung sogar gelindert werden.

Angewendet werden die Öle niemals in purer Form, sondern immer mit einem Trägeröl. Natürlich kann man sie auch in bestehende Cremen und Seren mischen. Da ätherische Öle stets hoch konzentriert sind, würden sie bei einer Anwendung in purer Form die Hat reizen. Nur einige bestimmte Öle werden manchmal auch pur angewendet. So kann beispielsweise das beliebte australische Teembaumöl zum Beispiel nach einem Insektenstich pur auf die Haut aufgetragen werden.

Als Trägeröl eignet sich beispielsweise Mandelöl. Arganöl, Jojobaöl oder auch Olivenöl, je nachdem für welche Zwecke das Öl angewendet wird.

Die Aromatherapie mit ätherischen Ölen ist ein wichtiger Zweig in der Naturheilkunde. Schon lange weiß man, dass der Mensch ausgesprochen sensibel auf Düfte und Aromen reagiert. Düfte sind in der Lage, längst vergangene Erinnerungen wieder ins Bewusstsein zu heben. Denn das limbische System, welches unter anderem Emotionen verarbeitet, ist direkt mit dem Riechzentrum verbunden. Düfte können uns anziehen oder abstoßen und Mütter können ihre Babys am Geruch erkennen. Düfte begleiten uns vom Beginn unseres Lebens an. Ätherische Öle senden ganz besondere Duftmoleküle aus, die den ganzen Menschen, also Körper, Geist und Seele, beeinflussen.

Die meist durch Wasserdampfdestillation gewonnenen, flüchtigen Essenzen sind die gebündelte Lebenskraft der Heilpflanzen, von denen sie ursprünglich stammen. Manche ätherischen Öle werden allerdings auch durch Pressung gewonnen. Dies ist hauptsächlich bei den Schalen verschiedener Zitrusfrüchte der Fall.

Alle Düfte haben eine individuelle Wirkung auf den Menschen. Einfach gesagt gibt es anregende Düfte, harmonisierende Düfte und beruhigende Düfte. Aber durch Kombinationen verschiedener Öle und fein abgestimmte Nuancen lassen sich zahlreiche unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Das Heilen mit Düften kannte man übrigens im alten China schon vor vielen tausend Jahren und auch die Ägypter wissen schon seit dem Altertum um die heilenden und konservierenden Eigenschaften duftender Kräuter und Früchte.

Ätherische Öle für Geist und Seele

Nicht nur in der Aromalampe können ätherische Öle eingesetzt werden. Sie können konservierender, pflegender und duftgebender Bestandteil selbstgemachter Naturkosmetik sein, sie können mit Basisölen vermischt in die Haut einmassiert werden oder dem Badewasser zugefügt und so zusätzlich inhaliert werden. Auf jeden Fall können sie nicht nur über die Atemwege, sondern auch über die feinen Poren der Haut aufgenommen werden und ihre Wirkung entfalten.

Ätherische Öle werden im Rahmen der Aromatherapie verwendet. Sie wirken bei körperlichen Beschwerden und haben auch einen positiven Einfluss auf die Seele. Ätherische Öle eignen sich auch für die Selbstbehandlung, ihre Anwendung ist einfach, vielfältig und risikoarm für die Benutzer.

Wie wirken ätherische Öle?

Die duftenden Öle wirken äußerlich über die Nase, die Haut, Schleimhäute sowie über unsere Organe und Mikroorganismen.

- Haut und Schleimhaut

Die ätherischen Öle gelangen über die Haut und Schleimhäute in untere Hautschichten und können sogar auf diese Weise über das Einatmen in den Blutkreislauf und zu Organen gelangen. Dies funktioniert, weil einige Körperzellen "Duftrezeptoren" haben, die quasi riechen können. Nur so können die Öle ihre individuelle Wirkung entfalten und zu heilen beginnen. Die so vom Körper aufgenommenen ätherischen Öle wirken unter anderem anregend, entspannend, durchblutungsfördernd, antibakteriell sowie schleimlösend und entkrampfend.

- Nasenschleimhaut

Die in der Nasenschleimhaut befindlichen Nervenzellen (ca. 25 Millionen) besitzen Rezeptoren für etwa 400 verschiedene Duftstoffe. Diese senden umgehend und ohne Umwege Signale zum limbischen System, das seinen Sitz im Gehirn hat. Das System sorgt ebenfalls für unsere Gefühle. Somit können bestimmte ätherische Öle angstlösend, konzentrationsfördernd, schlaffördernd und beruhigend sein.

- Mikroorganismen

Ätherische Öle können auch eine Wirkung auf Mikroorganismen haben. Dazu zählen beispielsweise Bakterien, Pilze und Viren. Sie wirken auf unserer Haut antiviral, antibakteriell sowie antifungal.



Fazit

Ätherische Öle sind Essenzen (Auszüge) aus Pflanzen, die sehr konzentriert und flüchtig sind. Gewonnen werden sie durch Destillation mittels Wasserdampf aus bestimmten Teilen der Heilpflanzen. Dazu zählen die Blüten, Zweige, Samen und Blätter. Für ein Gramm Öl werden gewöhnlich 130 Gramm Blüten des Lavendels oder gar 5 kg Blüten der Rose benötigt. Die ätherischen Öle werden als Nebenprodukt von den Heilpflanzen produziert, bei der bekannten Photosynthese. Die Öle sitzen unter anderem in Drüsen, Ölgängen oder Ölzellen der Pflanze. Die Öle sind demnach natürliche, pflanzliche Gemische, die mitunter antibakteriell, antiviral, insektenabwehrend und entspannend wirken.



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